Nach dem Verrat durch Judas und der Gefangennahme Jesu wird Jesus dem römischen Statthalter Pilatus vorgeführt. Dieser verhört Jesus, kann jedoch keine Schuld finden.

Pilatus stellt den geschundenen und gegeißelten Jesus dem jüdischen Volk vor mit den Worten "Ecce homo!" (Seht, welch ein Mensch!). Auf die Frage, was er mit Jesus tun solle, antwortet das Volk: "Kreuzige ihn!"

Die Kreuzigung galt bei den Römern als die unehrenhafteste aller Strafen und wurde nur für Schwerverbrecher verwendet. Das Volk hatte entschieden, Pilatus wusch seine Hände in Unschuld. Auf Verlangen der Juden gab Pilatus den Verbrecher Barabbas frei und ließ Jesus zur Kreuzigung abführen.

Gezeigt wird der gefesselte Jesus vor Pilatus, der meist sitzt. Jesus ist von Soldaten umgeben. Auch die Szene mit der Handwaschung des Pilatus ist häufig zu finden.

Das Brechen eines Stabes, wie es manchmal zu sehen ist, bedeutet das Todesurteil. Wenn über einer Person der Stab gebrochen wird, wird er verurteilt.

 

1. Kreuzwegstation: Gefangennahme und Verurteilung Jesu (Neue Pfarrkirche Weerberg)
A. Prock (2011)

1. Was tat der römische Statthalter Pilatus mit Jesus?

2. Was forderte das Volk von Pilatus?

3. Welche Stellung nahm die Kreuzigung bei den Römern ein?

4. Warum wusch Pilatus seine Hände in Unschuld?

5. Was ist in dieser Szene dargestellt?

6. Welche Bedeutung hat das Stabbrechen?

1. Kreuzwegstation: Verurteilung Jesu durch Pilatus, Gefangennahme

1. Kreuzwegstation: Gefangennahme und Verurteilung Jesu (Schottenaltar Wien)