Ostern bis Pfingsten

Der Osterfestkreis beginnt mit dem Aschermittwoch und erreicht seinen Höhepunkt in der Osternacht mit der Auferstehung Christi. Von der Osternacht bis zum Pfingstsonntag (Ausgießung des Heiligen Geistes) sind es 50 Tage.

 

Palmsonntag

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. An diesem Tag

wird der Einzug Christi in Jerusalem gefeiert, wobei die Juden Christus mit Palmenzweigen zujubelten. Daher kommt die Bezeichnung Palmsonntag. Bei uns gibt es keine Palmen, weshalb meist Buchsbaum verwendet wird. Früher war der Buchsbaum in unseren Gärten überall heimisch.

Die geweihten Palmzweige werden nach dem Gottesdienst daheim hinter das Kreuz, auf die Felder und in den Stall gesteckt, um so den Segen des Leidens Christi zu erbeten. Manchmal wird bei Palmprozessionen auch ein Palmesel mitgeführt, der aus Holz geschnitzt, innen hohl und auf ein Gestell mit Rädern montiert ist. Aus dem Hohlraum fielen früher Süßigkeiten oder Brote für die Bevölkerung.

Einzug Christi in Jerusalem (Schottenaltar, Wien)

Karwoche

Diese Bezeichnung kommt vom mittelhochdeutschen Wort kar (Wehklage, Trauer), verwandt mit dem englischen Wort care. Es geht dabei um die Bezeichnung der Leidenswoche Christi zwischen dem Palmsonntag und dem Ostersonntag.

 

Gründonnerstag

Die Bezeichnung kommt von greinen - weinen, trauern. An diesem Tag läuten zum letzten Mal die Kirchenglocken, die dann bis in die Osternnacht verstummen. Der Volksmund sagt, die Glocken seien nach Rom geflogen. Vor allem junge Leute und Messdiener ziehen mit Ratschen durch das Land und machen Lärm mit diesen hölzernen Klappergeräten. Zum Gründonnerstagsgeschehen gehört die Fußwaschung (s. dort) dazu.

Karfreitag

 

Dies ist der Tag des Todes Christi. Er starb der Tradition nach um drei Uhr Nachmittag. An diesem Tag begaben sich die Pilger im Heiligen Land auf den Leidensweg Christi zum Berg Golgota. Bei uns wurde der Leidensweg in Form von 14 Kreuzwegstationen nachempfunden (s. dort). Diese Kreuzwegstationen enden auf dem "Berg Golgota", wo sich meist eine kleine Kapelle und eine Kreuzigungsszene befindet.

 

Karsamstag

Der Karsamstag ist ein stiller Tag und gilt als Gedächtnistag der Grabesruhe Christi. Zwischen der Feier des Todes Jesu am Karfreitag und der Feier der Auferstehung in der Osternacht steht der Karsamstag für die "Höllenfahrt Christi", in der Jesus in das Reich des Todes hinabsteigt.

 

Ostern - Ostersonntag

Dabei geht es um die Auferstehung Christi, um das erste und ursprüngliche Fest der Christen. Vorbild dazu war das jüdische Passahfest, an dem der Auszug des Volkes Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft gefeiert wird. An diesem Tag wurde in jeder Familie ein Lamm geschlachtet, gebraten und gegessen. In dieser Tradition lebte auch Jesus, der beim Letzten Abendmahl vor seinem Tod sein Fleisch und sein Blut als Opfer für die christliche Gedächtnisfeier einsetzte.

 

Auferstehung Christi (Pfarrkirche Zirl)
A. Prock (2011)
Kreuzigung (Maria Laach, NÖ)

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