Annasäule

Annasäule

Boarischer Rummel - Fresko in der Stiftskirche WiltenAm 26. Juli 1703, dem Festtag der hl. Anna, verließen im Zuge der Kampfhandlungen des "Boarischen Rummels" die letzten bayerischen Truppen Tirol. Aus Dankbarkeit darüber gelobten die Tiroler Landstände 1704 die Errichtung einer Dankessäule, wobei es sich eigentlich um eine Mariensäule handelt. An der Stelle stand vorher ein Marmorbrunnen mit einer Marienstatue.

Die 1706 aufgestellte Säule aus rotem Tiroler Marmor, auch Kramsacher oder Hagauer Marmor genannt, stammt vom Trentiner Bildhauer Christophoro Benedetti.

Auf den Sockeln stehen vier Heiligenstatuen:

  • Annasaeulehl. Anna (im Norden, Mutter von Maria)
  • hl. Kassian (im Westen, sagenhafter Gründer des Bistums Säben, das als Vorläufer des Bistums Brixen gilt, Diözesanpatron der Diözese Brixen - Tirol gehörte bis 1918 zur Diözese Brixen)
  • hl. Georg (im Süden, mit Drachen und Lanze, Ritterpatron und früher Tiroler Landespatron, 1772 vom hl. Josef als Landespatron abgelöst, heue ist der Heilige zweiter Landespatron)
  • hl. Vigilius (im Osten, einer der ersten Bischöfe von Trient, mit Knüppeln und einem Schuh von Heiden erschlagen, Diözesanpatron von Trient - Tirol und die Bistümer Brixen und Trient bildeten lange eine Einheit)

Über der korinthischen Marmorsäule mit vier Putten steht die Statue der Maria Immaculata, dessen Original sich seit 1958 in der Stiftskirche Fiecht befindet.

1704 wurde auch für den Annatag eine jährliche Prozession von der damaligen St. Jakobs-Stadtkirche zur Annasäule gelobt. Es ist jedoch unklar, wie lange dieses Gelöbnis eingehalten wurde.

Heute noch wird an jedem Samstag Abend die nördlich angebrachte Laterne (unter der hl. Anna) angezündet, was auf dieses Gelöbnis von 1704 zurückgeht.

Annasaeule - MarienstatueAnnasaeule - Hl. GeorgAnnasaeule - Tiroler Adler Annasaeule  

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