Ballhaus

Ballhaus

BallhausDieses Haus diente lange Zeit als Lager für Warenballen - daher die Bezeichnung Ballhaus. Die Fuhrwerke konnten hier ihre Waren ab- bzw. zwischenlagern. Da das Obergeschoss einen der größten Räume Innsbrucks beherbergte, wurden dort auch Tanzveranstaltungen abgehalten. Somit ist eine Doppelbedeutung des Wortes "Ballhaus" gegeben. Der große Platz davor diente einst zum Umdrehen der Fuhrwerke.

Da das Haus im 19. Jahrhundert abgebrochen wurde, entspricht der heutige Bau nicht mehr dem ursprünglichen Haus.

Vor dem Ballhaus standen die Fuhrwerke. Das Rodfuhrwesen war bis zur Zeit Maria Theresias landesfürstlich geregelt. So durfte ein Händler etwa von Augsburg bis Venedig nicht mit seinem eigenen Fuhrwerk fahren, sondern er musste die örtlichen Wägen benutzen. Die Strecken waren genau eingeteilt und meist zwischen 20-40 km. Das entsprach einer Tagesetappe. Ballhäuser befanden sich etwa in Zirl, Telfs, Innsbruck, Matrei am Brenner, Sterzing etc.

Rechts an das Ballhaus schließt die einstige Stadtburg der Grafen von Andechs an, in der sich später das Stadtzeughaus Kaiser Maximilians I. und danach eine Kaserne befanden. Heute ist dort der Landesschulrat für Tirol untergebracht.


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