Domplatz

Domplatz

Der heutige Domplatz entstand erst beim Bau des barocken Doms (1717-1724), vorher führte die Häuserreihe auf der Westseite der Pfarrgasse bis dicht vor das Haus Domplatz Nr. 5 (heute Wohnhaus des Bischofs).

Brixner- oder Stamserhaus

Brixner-, StamserhausDas Gebäude (gelb) gehörte ursprünglich dem Brixner Domkapitel, ab dem 17. Jahrhundert dem Stift Stams. Die Geistlichen von Brixen bzw. Stams konnten hier bei ihren Besuchen in Innsbruck untergebracht werden.

Im barock umgebauten Innenhof befindet sich eine Statue des hl. Dominikus (oder des hl. Bernhard von Clairvaux). Durch den Innenhof gelangt man zum Inn. An der innseitigen Fassade ist hinter Glas noch ein Stück der einstigen Stadtmauer zu sehen.

 

Kaiserspital

KaiserspitalAn der Nordwestecke der mittelalterlichen Stadtbefestigung erhob sich der sogenannte Kräuterturm, der 1890 abgebrochen wurde. Die beiden angrenzenden Häuser links und rechts (südlich und östlich - braunrotes und grauweißes Haus) wurden als "Kräuterhaus" bezeichnet, denn dort war die Brennerei für den beliebten Kräuterwein.

Kaiser Maximilian I. stiftete 1508 eine Art Spital - eigentlich ein Altenheim für 12 Männer, weshalb Haus Nr. 3 (südlich des Turmes - braunrotes Haus) Kaiserspital genannt wird. Bemerkenswert bei diesem Bau sind die spätgotischen Fenstereinrahmungen und das schöne gotische Spitzbogenportal aus Höttinger Breccie. Der Hausflur im Erdgeschoss weist ein spätgotisches Netzrippengewölbe auf.

Kaiserspital (Portal) Kaiserspital (Gewölbe im Erdgeschoss)

Kräuterturm und Kräuterhaus waren von 1514-1889 landesfürstliches Gefängnis bzw. Gefängnis des Landes. Über die Gefangenen beklagte sich 1579 Erzherzog Ferdinand, dass die Schreie der Gefolterten weithin zu hören seien.

 

Wohnhaus des Bischofs

Wohnhaus des BischofsEs handelt sich dabei um die ehemalige "Stadtpfarr Singschul". Schon 1303 wird ein Schulmeister genannt, das Schulhaus erst 1469 erwähnt. Es war die erste Schule in Innsbruck. Sie bestand bis 1768, als die Maria-Theresianische Normalschule in der Kiebachgasse ihr Nachfolger wurde. 

Heute wohnt hier der Innsbrucker Diözesanbischof. Bis zum Ersten Weltkrieg gehörte Tirol zur Diözese Brixen, danach erfolgte eine Übergangslösung. Die Diözese Innsbruck gibt es erst seit 1964. Der Durchgang führt zur Herrengasse und zum Congress.

Verschiedene andere Gebäude um den Domplatz werden von Geistlichen und Institutionen der Diözese verwendet.

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