Altes Landhaus

Altes und Neues Landhaus, Palais Taxis

Altes Landhaus

  • Altes LandhausDas erste Tiroler Landhaus war das heutige Frankhaus in der Herzog-Friedrich-Straße 29 in der Altstadt (1613-1666). Es handelte sich um das Amtshaus der Tiroler Stände.
  • Kaiser Maximilian I. ließ an der Ecke der heutigen Maria-Theresien-Straße - Meranerstraße eine Hofplattnerei errichten, in der vor allem Konrad Seusenhofer Prunkharnische anfertige. Ein solcher Harnisch steht im Tower von London.
  • Erzherzog Ferdinand II. gab um 1570 den Auftrag zum Umbau dieser Plattnerei zum Stadtpalais für seine beiden Söhne. In Erinnerung an die dortige Georgskapelle erhielt das Palais die Bezeichnung Georgenhof.
  • 1666 übersiedelte der Landtag von der Altstadt in dieses Palais.
  • Durch die Erdbebenschäden von 1689 musste der Georgenhof abgetragen werden.
  • Von 1724-1732 errichtete an dieser Stelle Georg Anton Gumpp den prächtigen Barockbau des "Alten Landhauses".
  • Schon im 19. Jahrhundert erfolgte eine Erweiterung östlich entlang der heutigen Meranerstraße.

Besonders sehenswert sind der prunkvolle Treppenaufgang und der Sitzungssaal des Tiroler Landtags mit Fresken und Plastiken verschiedener Tiroler Landesfürsten.

Altes Landhaus (Stiegenhaus) Altes Landhaus (Sitzungsaal)


Neues Landhaus

Neues LandhausDas Neue Landhaus wurde 1938 erbaut und ist der Sitz verschiedener Ämter der Tiroler Landesregierung. 

Deutlich ist in der Bauweise der nationalsozialistische Herrschaftschaftsanspruch zu erkennen: Vorbilder aus der Antike, nüchterner und auf das Wesentliche reduzierter Stil.

Als Erinnerung an Eduard Wallnöfer, Landeshauptmann von 1963-1987, ist der Platz vor dem Landhaus nach ihm benannt.


Palais Taxis

Palais Taxis Palais Taxis (Fresko "Urteil des Paris" von Martin Knoller im Parissaal)

Direkt anschließend an das Alte Landhaus liegt südlich das Palais Taxis, bis in das 19. Jahrhundert auch Postamt. Hier wohnte zunächst die Familie Fugger, später gelangte der Palast an die Taxis. Der Festsaal, Parissaal genannt, ist mit Fresken von Martin Knoller ausgestattet. Heute ist das Palais mit seinen verschiedenen Büros ein Teil des Landhauskomplexes.

 

Denkmäler auf dem Landhausplatz

Landhausplatz (Befreiungsdenkmal)Vor dem Neuen Landhaus erhebt sich das Befreiungsdenkmal, auch "Franzosendenkmal" genannt. Es steht für die Befreiung Österreichs durch die Alliierten und wurde 1948 errichtet. Von 1945 bis 1955 waren die Franzosen die Besatzungsmacht in Tirol.

Das sehr niedere Denkmal "Tirol 600 Jahre bei Österreich" wurde 1963 aufgestellt. 1363 übergab die Tiroler Landesfürstin Margarete Maultasch Tirol an den Habsburger Herzog Rudolf IV.

Der Vereinigungsbrunnen erinnert an die Eingemeindungen der verschiedenen ursprünglichen Dörfer (Wilten und Pradl - 1904, Hötting, Mühlau und Amras - 1939, Arzl - 1940, Vill und Igls - 1942) mit der Stadt Innsbruck.

Ein weiteres Denkmal macht auf die Reichskristallnacht und damit auf die Verfolgung der einstigen jüdischen Gemeinde Innsbrucks in der Zeit des Nationalsozialismus aufmerksam.

Landhausplatz (Vereinigungsbrunnen) Landhausplatz (Pogrom-, Judendenkmal)

Zurück