Kopfbild Nordkette

Nordkette - Nordpark

Nordkette - NordparkIm Norden von Innsbruck erstreckt sich die Nordkette, eine der vier Ketten des Karwendelgebirges. Mit der neuen Nordkettenbahn gelangt man vom Stadtzentrum in nur 20 Minuten in hochalpines Gelände. Zuerst führt die neue Hungerburgbahn vom Congress auf die Hungerburg bzw. Hoch-Innsbruck. Von dort erreicht man mit der Seilbahn in wenigen Minuten zuerst die 1905 m hoch gelegene Seegrube, von der es noch weiter auf das 2256 m hohe Hafelekar geht. Atemberaubend ist der faszinierende Ausblick auf das Becken von Innsbruck und die Zentralalpen mit dem Patscherkofel im Süden.

1906 entstand die alte Hungerburgbahn. Die Stationen der 2007 in Betrieb genommenen neuen Hungerburgbahn stammen von der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid. In den Glaskonstruktionen wollte sie einerseits das fließende Gletschereis der Berge nachahmen, andererseits gewinnt man den Eindruck von mächtigen Echsen.

Hungerburgbahn Hungerburgbahn
Nordkettenbahn Nordkettenbahn

1928 konnte die Seilbahn auf die Seegrube und das Hafelekar eröffnet werden. Der Innsbrucker Architekt Franz Baumann entwarf die Stationen, die heute als Meilensteine der Neuen Sachlichkeit in der Tiroler Architektur gelten. Baumanns Stationen fallen in die Zeit der „Moderne“. Neue Formen wurden gesucht, wobei der praktische Nutzen (Funktionalismus) im Vordergrund stand. Für ihn sollten Architektur und Landschaft eine Einheit bilden und sich nicht kontrastieren. Alle drei Stationen orientieren sich am steilen Gefälle des Abhangs der Nordkette. Der Ort bestimmt die Form, die Baukörper folgen den Bewegungslinien der Bahnbenutzer. Einerseits entstehen streng kubische Formen, andererseits auch geschwungene, vor- und zurückweichende Architekturen. Der Bau schmiegt sich an die jeweilige Umgebung des Berges an. Es herrschen wuchtige, massive Formen vor. Baumann gestaltete für seine Projekte auch Inneneinrichtungen, so etwa massive Holzstühle und Holztische.

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