Servitenkloster (Herz-Jesu-Bild in der Kirche)

Servitenkloster

ServitenklosterDer Servitenorden wurde 1233 als Bettelorden für Seelsorge und Mission gegründet. Erzherzogin Anna Katharina Gonzaga, die zweite Gattin von Erzherzog Ferdinand II., trat nach dem Tode ihres Gatten in den Orden ein und ließ zwei Klöster an der Stelle der heutigen SOWI-Fakultät erbauen. Bis Ende des 20. Jh. bestand an der Stelle des einstigen Klosters die Kloster- bzw. Fennerkaserne (Eröffnung 1997).

1613-1616 entstand im Auftrag der Erzherzogin das heutige Kloster in der Maria-Theresien-Straße, wo sie und eine ihrer beiden Töchter bestattet liegen. 1620 brannte die Anlage ab, wurde neu errichtet und 1626 geweiht. Im Zweiten Weltkrieg erlitten Kloster und Kirche große Schäden, was zu einem Wiederaufbau führte. Hans Andre bekam damals den Auftrag zur Ausgestaltung der Kirche mit Fresken. In einer eigenen kleinen Kapelle, in der auch die Weihnachtskrippe aufgestellt wird, wird der hl. Peregrin verehrt, einer der bedeutendsten Servitenheiligen. Der Legende nach sollte an dem an einem Beinleiden erkrankten Heiligen eine Amputation durchgeführt werden, doch da erschien ein Engel und heilte ihn. Dargestellt wird er mit einem verwundeten Bein.

Servitenkloster (Klosterkirche) Servitenkloster (Fresko von Hans Andre mit Darstellung der Stifterin)

Von Innsbruck aus wurden zahlreiche Servitenklöster in Österreich und Deutschland neu gegründet, da sie in der Reformation aufgehoben worden waren.


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