Spitalskirche

Spitalskirche

SpitalskircheZu mittelalterlichen Städten gehörten auch Spitäler, die jedoch über Jahrhunderte eher als Alters- und Versorgungsheime zu sehen sind. Ärztliche Betreuung in unserem Sinne gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert. Solche Einrichtungen waren meist Stiftungen. Schon zu Lebzeiten konnten die Stadtbewohner sich einpfründen (in ein Spital einkaufen). Sie vermachten den Spitälern Besitz, Grund und Boden und gaben ihm Geld. Dadurch wurden Spitäler meist sehr reich.

Schon 1326 ist hier ein Spital mit einer Kirche erwähnt, wegen der Ansteckungsgefahr außerhalb der alten Stadtmauern. Die jetzige Kirche ist ein Neubau nach Entwürfen von Johann Martin Gumpp d. Ä. (1700/1701). Das Spital zog sich von der Kirche in Richtung Westen, in Richtung des heutigen Adolf-Pichler-Platzes, und übersiedelte im 19. Jh. in den heutigen Bereich.

Weit außerhalb der Stadt gab es nahe der Dreiheiligenkirche das Pestspital und im Stadtteil St. Nikolaus das Leprosenspital (Seuchenspital).

Bis zur Zeit Kaiser Maximilians I. lag der städtische Friedhof um die St. Jakobs-Kirche, dann bis ins 19. Jahrhundert im Bereich des Adolf-Pichler-Platzes westlich des Spitals und der Spitalskirche. Ende des 19. Jahrhunderts entstand der Westfriedhof, damals weit außerhalb der Stadt gelegen.

Spitalskirche Fresko in der Spitalskirche

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