Detail von der ehemaligen Hofplattnerei (österreichischer Erzherzogshut)

Mühlau

Pfarrkirche MühlauMühlau war bis 1938 ein eigenständiges Dorf, wurde dann jedoch Innsbruck eingemeindet. Der Name kommt von den Mühlen, die entlang des Wurmbaches lagen.

Der Stadtteil hat eine jahrhundertealte Industrietradition. Schon um 1450 befanden sich hier zahlreiche Plattner- und Harnischwerkstätten, in denen Harnische angefertigt wurden, die in ganz Europa bekannt waren. In der landesfürstlichen Gusshütte in der Ferdinand-Weyrer-Straße 3 wurden zwischen 1511 und 1584 siebzehn Bronzestatuen für das Grabmal Kaiser Maximilians I. gegossen.

Entlang des Mühlauer Baches gab es im 18. Jh. eine Reihe von Getreidemühlen, Schmieden, Sägemühlen, Gerbereien, eine Färberei, eine Schlosserei u. a. Diese Mühlentradition wird mit der 1831 gegründeten Rauchmühle fortgesetzt.

Schloss Mühlau, schon im 16. Jh. genannt, besteht aus dem Ansitz Rizol und dem Ansitz Grabenstein und war lange im Besitz der Freiherren von Sternbach. Im Barock entstand hier eine sehr schöne Parkanlage. Heue gehört es den Freiherren von Liphart.

Ehemalige Hofplattnerei Ansitz Grabenstein

Die Mühlauer Brücke war ursprünglich eine Holzbrücke, 1581 für den Gebrauch des Hofes, vor allem aber zur Führung der Wasserleitung vom Mühlauer Bach zu den verschiedenen Hofgebäuden in Innsbruck errichtet. 1838-1843 erbaute Josef Duile die Kettenbrücke, die 1937-1939 durch die jetzige feste Brücke ersetzt wurde, wobei die Bezeichnung "Kettenbrücke" erhalten blieb.

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