Innsbruck
als
mittelalterlic
he Stadt
Damit eine mittelalterliche
Siedlung zur Stadt erhoben
werden konnten, mussten
bestimmte Bedingungen
erfüllt werden:
•
Stadtmauer bzw.
Stadtbefestigung
•
Politischer Wille zur
Stadterhebung durch
einen Landesfürsten
Städte waren Zentren der
Verwaltung (Gericht,
Finanzwesen) und der
Wirtschaft.
Keine Tiroler Stadt geht auf
eine Römersiedlung zurück.
Die Tiroler Städte des
Mittelalters wurden
grundsätzlich zwischen dem
12. und 14. Jahrhundert aus
wirtschaftlichen
(Verkehrswege durch das
Inntal, Handel) und politisch-
militärischen (Zug vieler
deutscher Könige durch das
Inntal zur Kaiserkrönung nach
Rom) Gründen errichtet.
Zuständig für die
Stadterhebung war der
Landesfürst, in Tirol auch die
Bischöfe von Brixen und
Trient. In Nord- und Osttirol
zählen Kitzbühel, Kufstein,
Rattenberg, Hall, Innsbruck,
Vils und Lienz zu den
mittelalterlichen Städten, in
Südtirol Sterzing, Brixen,
Bruneck, Klausen, Bozen,
Meran und Glurns.
Das mittelalterliche
Stadtbild - Inn-
Salzach-Typus
Die Altstadt Innsbrucks gehört
zum sogenannten Inn-
Salzach-Typus, dessen
hauptsächliches
Verbreitungsgebiet in
Süddeutschland, Salzburg,
Oberösterreich, Tirol und
Südtirol liegt.
Diese Städte haben gewisse
Gemeinsamkeiten, die
großteils auch auf Innsbruck
zutreffen. Am Markt- bzw.
Stadtplatz findet man das
Rathaus, den Stadtturm, die
stattlichen Bürgerhäuser und
den Sitz des Landesfürsten
(Goldenes-Dachl-Gebäude
bzw. Neuhof). Die Pfarrkirche
(heutiger Dom) steht abseits
dieses Zentrums auf einem
eigenen Platz. Dort war bis
zur Zeit Kaiser Maximilians I.
auch der Friedhof. Außerhalb
der Stadtmauer befand sich
am nördlichen Ende der
heutigen Maria-Theresien-
Straße das Spital mit der
Spitalskirche.
Stadtbefestigung
Stadtmauer und Stadtgraben
gehörten zu einer
mittelalterlichen Stadt. Da in
einer Stadt Gerichts- und
Verwaltungsbehörden und
wichtige wirtschaftliche
Unternehmen untergebracht
waren, mussten diese auch
geschützt werden.
Die wichtigsten
Straßenausgänge (Stadttore)
wurden von Tortürmen
überragt, die der Verteidigung
dienten. Auf diesen Türmen
fanden sich meist Fresken
religiösen Inhalts.
Es gab folgende Stadttore:
•
Tränkertörl zum Tränken
des Viehs am Inn,
ungefähr am heutigen
Ausgang der Badgasse zum
Inn
•
Inntor zur Innbrücke
•
Saggen- oder Rumertor
(ab Kaiser Maximilian I.
Wappenturm) am Ausgang
der Hofgasse in Richtung
Saggen bzw. Amras
•
Picken- bzw. Frauentor
zum Innrain
•
Vorstadttor zur heutigen
Maria-Theresien-Straße
Die Stadtbefestigung bestand
bis ins 18. Jahrhundert, doch
schon ab dem 16. Jahrhundert
wurden Häuser an der
Innenseite der Mauer
errichtet, die Mauer selbst
durch Fensteröffnungen
durchbrochen. Die
Stadtmauer ist somit als
Außenseite der Häuser zu den
ehemaligen Stadtgräben noch
großteils erhalten.
Ab 1765 (Hochzeit von
Erzherzog Leopold, einem der
Söhne Maria Theresiay) kam
es zum Abbruch der Tore und
Mauern und zum Auffüllen
des Grabens. Noch heute
erinnern die Bezeichnungen
Marktgraben und Burggraben
daran.
Das Innsbrucker
Altstadthaus
Das Innsbrucker Altstadthaus
gehört dem Inn-Salzach-Typus
an. Es ist hoch, schmal, geht
weit nach hinten, hat einen
niederen Giebel oder einen
flachen Abschluss. In manchen
Städten herrschte Platznot,
weshalb die Häuser
zusammengebaut wurden. Die
ältesten Häuser waren aus
Holz- und Fachwerk. Ab ca.
1400 wurden dann
Steinbauten errichtet. Sehr
viele Häuser stammen noch
aus der Zeit vor 1500, ein
Großteil wurde jedoch in der
Zeit Kaiser Maximilians I.
umgebaut oder neu gebaut.
Das heute noch erhaltene
Stadtbild entstand in der Zeit
um 1510-1540 im
Übergangsstil von der Gotik
zur Renaissance und ist im
wesentlichen eine Leistung
des Baumeisters Gregor
Türing.
Als Baumaterial fanden
früher grundsätzlich Steine
der Umgebung Verwendung.
Oft diente Höttinger Breccie
als Verkleidungsmaterial.
Wegen der häufigen Erdbeben
im Inntal (vor allem 1670 und
1689) wurden an vielen
Innsbrucker Häusern
Mauerstützen aus Höttinger
Breccie angebracht. Sie
laufen schräg zur Hauswand
und reichen bis zum ersten
oder zweiten Stockwerk.
Diese Höttinger Breccie ist
zwischen dem heutigen
Alpenzoo und der Hungerburg
zu finden.
Wichtige Elemente des
Altstadthauses: Erker,
Lauben, Graben- und
Muldendächer,
Lichtschächte.
Dachformen
Für benachbarte Häuser lag
bei Sattel- oder
Giebeldächern die Traufe
(Regenrinne) im
einspringenden Winkel, den
die aneinandergerückten
Dachpulte bildeten; sie
rückten damit gleichzeitig auf
die gemeinsame Scheidmauer
(Trennmauer) der beiden
Häuser, die vom Traufwasser
durchfeuchtet werden
konnte. Daher rückte man den
Traufgraben von der
Scheidmauer ab und bog die
beiden Dachpulte auf. So
entstanden beiderseits des
mittleren Dachsattels zwei
"Gräben", es entstand das
Grabendach, bei breiteren
Häusern das Muldendach.
Beide Dachformen sind
typisch für Inn-Salzach-
Häuser. Durch einen
Blendgiebel (treppenartig in
der Gotik, flach in der
Renaissance und im Barock,
auch geschwungen im Barock)
sollte das Dach von vorne
nicht sichtbar sein.
Vorkragende Stockwerke
wurden schon unter Kaiser
Maximilian I. wegen der
Feuergefahr verboten.
Das Hausinnere
Im Erdgeschoss gab es
Ladenräume und Magazine.
Die Wohnungen waren in den
Obergeschossen.
Eine Wohnung bestand meist
aus der Stube (heute
Wohnzimmer, nach vorne auf
die Straße), der Küche (in
den Lichtschacht) und die
Kammer (heute
Schlafzimmer, meist hinten).
Bei den tiefen Häusern am
Stadtplatz war genügend
Raum für eine Doppelwohnung
in einem Stockwerk, getrennt
durch die Stiege und den
Lichtschacht. Küche und
Treppe befanden sich in der
Mitte des Hauses und
erhielten ihr Licht durch den
Lichtschacht.
In anderen Inn-Salzach-
Städten, etwa in Rattenberg,
bestanden Lagerräume im
Dachgeschoß, was die großen
Dachlucken erklären.
Grundsätzlich waren die
Häuser ursprünglich meist nur
zweigeschossig. Die heutige
Höhe ergab sich durch
Aufstockung. Bei weniger
Stockwerken war es natürlich
viel heller in den Gassen und
in den Räumen.
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