Herzog
Friedrich IV.
mit der
leeren
Tasche
Leben
Herzog Friedrich IV. wurde
1382 als jüngster Sohn Herzog
Leopolds III. und der
mailändischen Fürstentochter
Viridis Visconti geboren. Seine
älteren Brüder Wilhelm und
Leopold (IV.) starben vor ihm,
sein ebenfalls älterer Bruder
Ernst ("der Eiserne") regierte
in der Steiermark. Ernst war
er Großvater von Kaiser
Maximilian I.
1406 heiratete Friedrich
Elisabeth von der Pfalz, die
jedoch schon 1409 verstarb.
Friedrichs zweite Ehefrau
war Anna von Braunschweig.
Von den vier Kindern aus
dieser Ehe überlebte nur
Sigmund. Er trat später als
Tiroler Landesfürst mit dem
Beinamen "der Münzreiche" in
die Geschichte ein. Im Alter
von 24 Jahren übernahm
Friedrich 1406 die Regierung
in Tirol und den Vorlanden.
Erste
Regierungsjahre
Die ersten Jahre seiner
Alleinregierung waren
problematisch. Gemeinsam
mit seinem Bruder Leopold
erließ er eine Landesordnung,
in der die verbrieften Rechte
der Tiroler Bauern bestätigt
und erweitert wurden. Das
bedeutete Streit mit Teilen
des Tiroler Adels, die viele
Adelige um ihren Einfluss
fürchteten. Sie schlossen sich
in zwei Bünden gegen
Friedrich zusammen:
Falkenbund im Inntal,
Elefantenbund in Südtirol.
Rädelsführer des
Widerstandes gegen den
Herzog waren die
Rottenburger (die Rottenburg
oberhalb von Rotholz bei
Jenbach wurde damals
zerstört) und die
Wolkensteiner.
In dieser für ihn sehr
schwierigen Situation konnte
sich der Landesfürst auf die
Hilfe der Tiroler Bürger und
Bauern stützen. Die
Bevölkerung Tirols bestand ja
zum Großteil aus Bauern.
Konzil von Konstanz
(1414-1418)
Damals stellten drei Männer
den Anspruch auf den Stuhl
Petri. Auf dem Konzil von
Konstanz trat Friedrich für
den Gegenpapst Johannes
XXIII. ein, der jedoch nicht
gewählt wurde. Als Folge
wurde Friedrich 1415 von
Kaiser Sigismund mit der
Reichsacht belegt (Verbot
jeder Unterstützung des
Geächteten im Land),
gleichzeitig traf ihn der
Bannfluch des Konzils. Der
Kaiser ließ Friedrich
gefangennehmen.
Als Folge kam es zu
Adelsaufständen innerhalb
Tirols gegen Friedrich. Die
Tiroler Stände riefen Herzog
Ernst den Eisernen (älterer
Bruder Friedrichs, Herzog von
der Steiermark) zu Hilfe, der
aber in Tirol seine eigenen
Interessen verfolgte, was zu
Auseinandersetzungen mit
den Tirolern führte.
Ende März 1416 gelang
Friedrich die Flucht aus
Konstanz nach Tirol. Wegen
des Verlusts seiner Gebiete
und seiner angeblichen Armut
erhielt er den Beinamen "mit
der leeren Tasche". Friedrich
gelangte nach Bludenz, von
wo ihn befreundete Bürger
sicher über den verschneiten
Arlberg geleiteten. Sein
ebenso getreuer Gefolgsmann
war Hans von Mülinen, der ihn
im Kaunertal in Sicherheit
brachte. Weitere Verstecke
waren das Widum in Flaurling,
die Rofenhöfe im Ötztal, das
Schnalseral und die Gegend
von Meran.
Friedrich konnte sich mit
seinem Bruder Ernst einigen,
die Fehde wurde beendet, der
Widerstand der
aufständischen Tiroler
Adeligen gebrochen. 1418 hob
der Kaiser schließlich die
Reichsacht auf. Er gab dem
Landesfürsten seinen Besitz
gegen eine hohe Geldsumme
zurück.
Zum Dank für die
Wiedererlangung seiner
Herrschaft stiftete der
Landesfürst eine Votivtafel,
auf der er porträtgetreu mit
Hans von Müllinen abgebildet
ist. Diese Tafel hängt in der
Wiltener Basilika.
In der Folge zeigte sich
Friedrich als tüchtiger
Landesherr, der es zu
Wohlstand brachte (Bergbau
in Tirol, geschickte
Finanzpolitik).
Friedrich und
Innsbruck
1420 verlegte Friedrich die
landesfürstliche Residenz
von Meran nach Innsbruck.
Dafür gab es verschiedene
Gründe:
•
Innsbruck war ein
wichtiger
Verkehrsknotenpunkt
•
Türkengefahr von Süden
her - Meran war eher
bedroht als Innsbruck
•
Innsbruck lag näher an den
reichen Bodenschätzen
(etwa in Schwaz)
•
Besserer Ausgangspunkt
für die Kämpfe gegen die
aufständischen Adeligen
In der Altstadt entstand eine
landesfürstliche Burg, der
"Neue Hof“ („Neuhof").
Friedrich kaufte dazu zwei
Häuser am Stadtplatz und ließ
sie umbauen (heutiges
Goldenes-Dachl-Gebäude).
Dort lebte er nach 1420 bis zu
seinem Tod 1439. Es wird
berichtet, dass er in "dem
Stubl unter der Capellen"
starb. Bestattet wurde er in
Stift Stams.
Friedrich wurde zum
Begründer der
habsburgischen Residenz in
Innsbruck. Durch die
Verlegung der Residenz von
Meran nach Innsbruck kamen
die zentralen
Verwaltungsbehörden, Teile
des Landadels, die
Beamtenschaft sowie
kulturelle und wirtschaftliche
Kräfte dorthin. Die Blüte
Innsbrucks nahm ihren
Anfang, vor allem auch wegen
der nahen Bergwerke.
Landeshauptstadt wurde
Innsbruck jedoch erst 1849.
Einige Erinnerungen
Neuhof als Residenz
(Goldenes-Dachl-Gebäude),
Votivbild mit seinem Porträt
und seinem Getreuen Hans
von Müllinen in der Wiltener
Basilika, Bronzestatue in der
Hofkirche, Straßenname in
der Altstadt, Grab in der
Stiftskirche Stams.
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